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Ihre Törnberater sind bereits mehrmals in Kroatien (genauer gesagt: Ausgangspunkt nähe Split) gesegelt. Wir wollen hier ein Paar Anregungen geben: In unseren Revier-Empfehlungen schrieben wir:Kroatien / Dalmatien ab Split: Inselrevier mit Festlandanschluss. Landschaftlich sehr schön, und nette kleine Städte hat's auch. Sehenswürdigkeiten, angenehmes Kostenniveau. Flexibel - man kann kurze, aber auch lange Schläge machen. Buchten, lebendige Marinas, kleine Stadthäfen - alles da. Aber im Sommer überfüllt. Gute Auswahl an neuen Schiffen. Was wir mögen: Landschaften, Flexibilität, Wasser Was wir nicht mögen: Im Sommer sehr voll, Weine. Anfängertauglichkeit: Hoch. Viele Häfen und Buchten erlauben auch kurze Schläge mit sicheren Liegeplätzen, bis auf Bora doch recht beständige Windverhältnisse. Die Gegend um Split wird von einem Flughafen mit ausreichenden Flugverbindungen ab Deutschland bedient, und ist bei Nachtfahrt in ca. 13 Autostunden ab Frankfurt aM erreichbar. Grosse, moderne Flotten werden von mehreren Stützpunkten in der Gegend angeboten. Man ist der Bora nicht mehr ganz so ausgesetzt wie im Norden Kroatiens. Von Split kann man (a) nach Norden in die Kornaten oder den Wasserfällen der Krka fahren, (b) nach Süden zu den grösseren, abwechslungsreicheren Inseln fahren. Dubrovnik ist für ambitionierte in einer Woche erreichbar inkl. retour. Das schöne dabei: man kann sowohl Meilen schrubben wie auch entspanntes Treiben machen - wir schlagen Ihnen 3 Touren vor. Meilenschrubber: Split - Dubrovnik - Split (ca 250 Meilen) Von Split fahre man bei ruhigem Wetter übernacht bis Dubrovnik. Das navigieren nachts ist einfach, gute Befeuerung und GPS-Plotter machen es möglich. Die hell beleuchteten, langsamen Dinger am Horizont sind wahrscheinlich schleppende Fischer, grossen Bogen vor allem ums Heck machen. Da es je nach Strecke ca. 125 Meilen sind, werden Sie am nächsten Nachmittag in der ACI Marina Dubrovnik ankommen. Versuchen Sie gar nicht erst stadtnah einen Liegeplatz zu erhalten, wenn man überhaupt einen bekommt ist er schlecht. In der Marina liegt man wirklich sehr schön, ist gut versorgt, und hat gute Verkehrsmöglichkeiten in die Altstadt (dazu später mehr). Der Weg zur Marina? Schon aus guter Entfernung erkennen Sie die moderne Hängebrücke. Unter dieser durchfahren, ca. 2 Meilen Flussaufwärts, liegt dann rechts. Die Marina ist auf einem ganz netten, weitläufigem Areal gelegen. Am anderen Ende gibt's ein Supermarkt und vor allem: Bushaltestelle von der aus häufig Busse zur Altstadt fahren, sowie gelegentlich Taxi (in 2006: ca. 100 Kuna). Dubrovnik ist ein Highlight, die Altstadt muss gesehen werden. Mehr dazu in den hunderten von Führern. Am nächsten Tag nach Korcula, also wieder zurück Richtung Split, fahren. Wir haben ca. 60 Meilen gemessen, also der 2. lange Tag. Macht nichts, ab Korcula gehts ruhiger zu. Auch hier ACI Marina, diesmal nur wenige Fussminuten von der Altstadt. Achtung: im Hochsommer ist die Marina bereits ab frühen Nachmittag voll. Altstadt von Korcula ist Dubrovnik in klein, der Blick ist aber schön. Und abends: auf den Festungsmauern sind eine Reihe von Restaurants mit Blick über Wasser - so ist der Urlaub gedacht. Ab jetzt wird's gemütlich - nächster Tag nach Skedro (kleine Insel südlich der Insel Hvar). An Nordseite in Ankerbucht übernachten, an Land in einer der 3 Konobas essen. Einfach Anker in Buchtmitte, und mit Heck an einer der 2 Poller oder Felsen oder Baum festbinden. Dann wieder belebter in die ACI Marina Palmisan gegenüber der Stadt Hvar - aber entweder nach Hvar zum essen (Taxiboot), oder noch besser, auf dem Fusspfad nach Süden über die Insel gehen zu einem der 3 Restaurants. Das sind nur wenige 100 Meter, aber man ist doch aus dem Trubel der Marina raus. Der Trubel ist übrigens sehr angenehm, hört dann irgendwann auch auf, und man lernt unsere Osteuropäischen Nachbarn von der angenehmen Seite kennen. Nun Höhepunkt Stari Grad, Stadthafen zum halben Preis der ACI Marinas. Wenige Liegeplätze dafür aber Mooring-Bojen im Hafen. Hat zwar kein Landstrom dafür wundershönen Blick über die Hafenkulisse, Disney könnte es nicht besser. Am letzten Tag zurück nach Split. Der entspannte Törn (150 Meilen) Falls man nicht in Trogir startet, nach Trogir. Niedliche alte Stadt mit schöner Architektur und leckerer Eiskreme. Achtung auf die Mooringleinen - Marina Trogir ist hier berüchtigt. Noch'n Achtung: Marina liegt in der Einflugschneise, aber das ist Nachts kein Problem. Dann nach Rogoznica, also westlich von Trogir. Moderne Marina, aber der Weg dahin ist schön. Nicht in der Marina essen, sondern aus der Marina nach Norden am Strand entlang laufen bis zum Restaurant Siesta. Der lange Tag geht dann nach Vis, ein weniger bedeutender Ort in einer schönen Bucht gelegen. Aber: am nächsten morgen früh starten, um noch vor 12:00 am Ostufer der Insel Biseva bei der blauen Grotte (ist im Revierführer eingezeichnet) anzukommen. Ultracooles Naturschauspiel welches ab ca. 12:00 an Wucht verliert (die Sonne geht dann nämlich weg). Von dort zur Marina Palmisan (westlich von Hvar), siehe oben. Dann, zur Marina Vrboska am Nordufer der Insel Hvar, von dort nach Milna, und schon ist man wieder auf dem Heimweg nach Split! Der abwechslungsreiche Törn (240 Meilen) Split - Trogir (siehe unter entspannter Törn) Dann, falls kein Nordwind, an Sibenik vorbei nach Skedro (ja, den Fluss hochfahren):das ist mal was ganz anderes. Kleiner Ort, der Clou kommt am nächsten Morgen: mit einem Ausflugsschiff (fährt stündlich) zu den Wasserfällen der Krka fahren, dort 2 Stunden aufenthalt einplanen inkl. Baden im Wasserfall, dann zurück. Als Tagesziel wieder nach Süden nach Rogoznica fahren. Marina langweilig, aber Restaurant Siesta nördlich der Marina wirklich empfehlenswert für hungrige Mägen. Von dort nach Vis, siehe oben. Am nächsten Morgen die Blaue Grotte auf Bisevo besichtigen. Obwohl im Revierführer Ankergrund ausgewiesen ist, vergessen Sie's. Einer bleibt an Bord um im Kreis zu fahren, die anderen paddeln in die wirklich sehenswerte Höhle. Lohnt allerdings nur solange die Sonne aus Ost strahlt, also vormittags bis ca. 12:30. Man kommt sich vor wie auf dem Abklingbecken oder im SciFi Film. Von dort nach Skedro (südlich der Insel Hvar), Ruhe und Ankern mit achterlicher Landleine. Man steuere die Buch am Nordrand der Insel an, ist eindeutig mit Feuer gekennzeichnet. Dort nette Konobas (einfachste Gastro-Kneipen). Dann nach entweder Starigrad oder Vrboska, beide auf Hvar. Und von dort geht schon wieder zurück nach Split! Viel Spass, wir waren bestimmt nicht zum letzten Mal dort. Und nun Neapel / Ischia / Capri / Pontinische Inseln / Amalfi! Diese Revier haben wir im Herbst 2008 besucht, weil wir mal woanders hinfahren wollten. Zusammengefasst: Inselrevier mit schönen Ansichten, aber wir waren nicht angetan. Es gab fast gar keine geschützten Ankermöglichkeiten, so dass man oft in die Marinas musste. Und diese verlangten überzogene Liegegebühren. Nun zum Törn, Dauer 1 Woche (was für dieses Revier auch genut ist). Ausgangspunkt war Procida, eine Insel zwischen Neapel und Ischia. Wir sind dahin weil uns gesagt wurde, dass die Schiffe nur von dort aus verfügbar seien - was Quatsch war, man brachte sie vom Festland rüber nur für uns. Dennoch ein idealer Ausgangspunkt. Vom Flughafen Neapel ist der Transfer mit öffentlichem Verkehr sehr einfach, und Procida bedient alle positiven Klischees über Süditalien. Von dort nur ein Katzensprung nach Ischia, aber obacht, hier geht das Geldausgeben los. Am nächsten Tag ein langer Schlag nach Ponza, ca. 42 Meilen nach Nordwest. Vor dem Ort kan geankert werden solange kein Wind aus O oder NO steht. Wir waren aber übernacht am Nordwestufer, in der Bucht Feola (was aber nur geht wenn keine Winde aus N, NW, W stehen). Da in einem umwerfenden, rustikalen, Restaurant Fisch bis zum Abwinken gegessen. Der Laden liegt in einer Bretterbude direkt am Wasser an der hintersten Ecke der Bucht. Weiter nach Ventotene, also halber Weg zurück nach Ischia. Hier im neuen Hafen gelegen mangels Ankermöglichkeiten. Essensauswahl fiel bescheiden aus, der Ort ist sehr ruhig - aber ausserordentlich malerisch mit von den Römern aus dem Stein gehauenem Hafen, Altstadt oberhalb. Mit die friedlichsten Photos der Reise entstanden hier. Dann zurück nach Pricida, diesmal den kleinen Hafen an der Südwestspitze in Chialella, wo wir "nur" EUR 80 pro Schiff bezahlten (auf Ischia waren es EUR 140!). Bei Procida kann man gut Ankern wenn Winde aus N, NW oder W stehen, hierzu am Nordost-Ende der Insel, südlich der eigentlichen Ortschaft Procida ankern. Super Kulisse. Weiter ging es nach Capri, ca. 17Meilen. Hier konnten wir unmittelbar ausserhalb, westlich, des Fährhafens ankern, was aber nur geht bei Winden aus südlichen Richtungen geht. Trotz Nebensaison waren die Menschenmengen überwältigend, vor allem wenn man vorher auf den ruhigen Inseln Ponza und Ventotene war. Nachtfahrt nach Salerno, ca. 25 Meilen. Die Amalfi-Küste sieht beeindruckend aus, im Handelshafen von Salerno konnten wir zwar ohne Charme, aber mit absoluter Sicherheit anlegen. Evtl. hätten wir die östlich liegende Marina wählen sollen, da es keinerlei Cafe oder Laden in der Nähe gab - hungriger Morgenmagen nicht gut segeln. Am nächsten Tag dann zurück bis Amalfi, wo man direkt unter Land Ankern kann (allerdings, Sie ahnen es schon, nur wenn die Winde nicht aus NO, O, SO, S, SW stehen. Es lohnt der Landgang, den man auch hier nicht alleine bewältigt. Am selben Nachmittag weiter nach Marina de Cantone, einem kleinen Ort der keine Marina hat, liegt ca. 2 Meilen östlich des Kaps Campanella. Hier konnten wir allerdings an Mooring-Bojen festmachen unter der Bedingung dass wir in einem spezifischen Restaurant (Il Cantucci, empfehlenswert aber nicht Pizzeria-billig) spiesen. An unserem letzten Törn-Tag ging es über die Bucht zurück nach Procida, wo wir nochmal vor der Kulisse von Procida ankerten um am Nachmittag nach Baia am Festland zur Schiffsübergabe fuhren. Bilanz: nicht genug Wind, schön, aber Preis-Leistungsverhältnis stimmt wirklich nicht. |
Kroatien ist eines der besseren Charter-Reviere im Mittelmeer. Gut erreichbar, gute Infrastruktur, abwechslungreich, und für jeden zu gebrauchen! |