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Aus eigener Erfahrung: Südfrankreich / Cote d'Azur: Küstenrevier, d.h. 3 Tage links, 3 Tage rechts segeln. Aber man ist nie weit von Land.Städte wie St. Tropez, Cannes, Nizza, Monaco: schwer zu toppen. Landschaftlich schön, Leute schön, Speis' und Trank unübertroffen (na ja, es gibt noch Italien...). Aber: ohne guter Planung keine Liegeplätze, daher wenig Flexibilität. Die Situation entspannt sich mit St. Tropez und westlich davon, aber man ist eben wenig flexibel, oder man ankert oft. Logistik: exzellent erreichbar, Flug nach Nizza oder Auto ab D. Infrastruktur: exzellent, bis auf mangel an Liegeplätzen. Was wir mögen: mehr Jetset geht nicht. St. Tropez, Cannes. Soupe de Poisson. Und man kann auch an Land was tun. Was wir nicht mögen: kein Abenteuer, und man ist an Fahrplan wegen Liegeplätzen gebunden. Anfängertauglichkeit: Bedingt wegen Liegeplatzknappheit. Ansonsten hoher Unterhaltungswert auch für Lifestyle-Orientierte (Shopping, Cafes, etc). Italien / Toskanisches Archipel (Elba / Korsika): Inselrevier, daher flexibler, aber auch mehr Abstand vom Festland. Viele Segelschulen haben Stützpunkte auf Elba. Wird ein Grund haben - schönes Revier, gut erreichbar (Flug nach Pisa oder Elba, auch mit dem Auto gut erreichbar von Deutschland). Flexibles Revier wenn kein Mistral weht, und das Essen ist auf dem selben Niveau mit Frankreich. Was wir mögen: zwei Länder in einem Revier, exzellentes Essen, Capraia und Bastia. Was wir nicht mögen: unbeständige Windverhältnisse, manche Liegegebühren Anfängertauglichkeit: Hoch, aber bei drohendem Sturm unbedingt in geschütztem Hafen festmachen - es geht zur Sache, zum Glück selten. Italien / Neapel, Pontinische Inseln, Capri, Amalfi-Küste Inselrevier mit Küsteneinbindung. Geht alles von Nordwest nach Südost. Hat sehr wenige geschützte Ankermöglichkeiten, man ist auf Marinas angewiesen. Daher kein flexibles Revier da Marinas genau so atemberaubend teuer sind wie die Landschaft schön ist. Landschaftlich schön, gut zu erreichen (Flughafen Neapel), Bella Italia, und wer Fisch mag (und sich leisten kann) isst hier gut. Was wir mögen: Italia pur, offene Strecken, Procida, Pizza, Ventotene Was wir nicht mögen: boah, eyh, teuer! Unbeständige Windverhältnisse, wenige sichere Ankermöglichkeiten, Menchenmassen auf Capri Anfängertauglichkeit:: Winde sind vermutlich nicht das Problem, aber wenn man das ganze Revier kennenlernen will hat man doch ein Paar lange Schläge vor dem Bug. Gekoppelt mit dem Preisniveau, erst woanders hinfahren. Mallorca: Küstenrevier obwohl es eine Insel ist - 7 Tage links, oder 7 Tage rechts, oder langeweile. Die Insel ist bestens erreichbar, und es sind grosse Flotten stationiert - also wird für jeden Geschmack ein Schiff da sein. Tolle Küste, und man kann es in einer Woche um die Insel schaffen. Man ist dann doch mitten im Mittelmeer so dass das Revier etwas exponiert ist - man kann Wind und vor allem Welle nicht gut vorhersagen, so dass Ankern nur begrenzt zu empfehlen ist. Was wir mögen: Anreise ist einfach vor allem wenn man ab Palma chartert, grosse Flotten, Porto Soller. Was wir nicht mögen: So richtig flexibel ist das Revier dann doch nicht. Liegegebühren im Südwesten. Anfängertauglichkeit: Nicht so wirklich - entweder man fährt rund Malle, aber dann muss man das auch durchhalten, oder man kurvt nur im Südwesten herum und das ist voll und langweilig. Kroatien / Dalmatien ab Split: Inselrevier mit Festlandanschluss. Landschaftlich sehr schön, und nette kleine Städte hat's auch. Sehenswürdigkeiten, angenehmes Kostenniveau. Flexibel - man kann kurze, aber auch lange Schläge machen. Buchten, lebendige Marinas, kleine Stadthäfen - alles da. Aber im Sommer überfüllt. Gute Auswahl an neuen Schiffen. Was wir mögen: Landschaften, Flexibilität, Wasser Was wir nicht mögen: Im Sommer sehr voll, Weine. Anfängertauglichkeit: Hoch. Viele Häfen und Buchten eralauben auch kurze Schläge mit sicheren Liegeplätzen, bis auf Bora doch recht beständige Windverhältnisse. Griechenland / Kykladen (Ägäis): Inselrevier das nicht aufhört. Für uns das Segelrevier für erfahrene Segler. Hier ist man wirklich in einer anderen Welt. Mit Flughafen Athen gut zu erreichen (Marinas in Athen oder Lavrion). Infrastruktur manchmal vorhanden, aber es ist immer relaxed. Warum für erfahrene Segler? Na ja, die Abstände zwischen den Inseln sind nicht immer ganz klein, und im Sommer muss man mit dem "Meltemi" rechnen, da gibt's dann doch Wind. Immer das grösstmögliche Schiff chartern. Was wir mögen: Hört nicht auf, und man kann in alle Richtungen segeln. Das Leben auf den Inseln ist ansteckend - die Rückkehr in der Zivilisation tut jedesmal weh. Und jeden Abend beim Griechen essen... Was wir nicht mögen: hmmm. Gute Frage. Kann manchmal etwas windig werden? Anfängertauglichkeit: Für erfahrene Segler: ja. Für "zurückhaltende" Segler: nein, oder Zeit mitbringen um mal einen windigen Tag auszusitzen. Vom Hörensagen: Griechenland / Ionische Inseln (Westküste, südlich von Korfu) Anflug zum Flughafen Levkas. Gilt als ideales Anfänger / Famileinrevier: geschützt, sehr beständige Windverhältnisse. Stürme oder Starkwinde kommen wohl fast nie vor. Viele Ankermöglichkeiten, Häfen. Revier ist nicht für Meilenschrubber sondern für entspannte Tagesetappen ausgelegt. Viel Spass! |
Es gibt zu jedem Revier im Internet viel Informationen - Törnberichte, Hafenführer, Wettervorhersagen. Nutzen Sie diese Ressource! |