Home Charter-Leitfaden Revier-Empfehlungen Impressum
 

Einführung und Allgemeines – wie funktioniert das?

An wen richtet sich diese Einsteigerfibel?

An alle, die noch nie eine Segelyacht gechartert haben, aber es möchten und nun wissen wollen, wie es geht. Und an alle die zum ersten Mal Chartern und auf ihren Törn besser vorbereitet sein möchten. Das können durchaus auch erfahrene Besitzer eigener Yachten sein die einfach mal ein neues Revier kennenlernen wollen ohne den Zeitverlust der Überfühung des eigenen Schiffes.

Ziel dieser Einsteigerfibel?

Man kann mit wenigen Kenntnissen seinen nächsten Chartertörn sehr viel angenehmer und stressfreier gestalten. Der Verfasser chartert selbst seit 10 Jahren Segelyachten im Mittelmeerraum und möchte potentiellen Yachtcharterern den Einstieg erleichtern.

Es geht in dieser Fibel nicht um Revierempfehlungen oder Seemannschaft. Trotzdem wird es an entsprechenden Stellen Hinweise über Sicherheit an Bord von Charteryachten geben.

Diese Einsteigerfibel verallgemeinert natürlich. Für jede von mir getroffene Aussage wird es Gegenbeispiele geben. Ich meine aber, dass die meisten von mir getroffenen Aussagen von der überwiegenden Mehrheit der Charterneulinge (zumindest im Mittelmeerraum) bestätigt werden.

Da diese Fibel gleichermassen Dickschiff-erfahrene Skipper wie auch „Aufsteiger“ vom Jollensegeln ansprechen soll, werden vereinzelt Hinweise gegeben die einem Dickschiff-Skipper längst vertraut sind.

Diese Einsteigerfibel ist in 4 Teilen aufgebaut: Ratschläge zur Törnplanung mit Stichwortregister, wo ich auf einzelne Themen ausführlich eingehe um den beschreibenden Text nicht zu überfrachten. Dann folgt eine Seite mit Hinweise zum erfolgreichen Durchführen des Törns. Neu in dieser Auflage sind Hinweise für Skipper und für Mitsegeler, die zum ersten Mal auf einem Chartertörn unterwegs sind – oder überhaupt das erste Mal Segeln sind.

Wie funktioniert’s?

In den bekannten Revieren ist Yachtcharter bereits bestens etabliert. Daher gibt es größere Yachtflotten und die Abwicklung ist standardisiert. Schon mal eine Ferienwohnung gemietet? Yachtcharter ist nicht schwieriger - SpoBo oder Segelschein und gesundes Sicherheitsbewusstsein vorausgesetzt.

Die meisten angebotenen Charteryachten werden von mittleren bis größeren Flottenbetreibern (im Fachjargon: Veranstalter) angeboten. Die besitzen zwar nicht immer die Yachten, das ist in der Praxis aber für Sie als potentiellen Charterer unerheblich.

Obwohl man manchmal die Yachten direkt bei dem Flottenbetreiber chartern kann, ist in Deutschland der typischere Weg über eine Chartervermittlung. Diese bietet Yachten verschiedener Flottenbetreiber an, um ein ausreichendes Angebot  in Ihrem Wunschrevier zu Ihrem Wunschtermin Yachten sicher zu stellen. Manche Chartervermittler haben auch kleine eigene Flotten.

Genau betrachtet heißt das: Sie suchen sich in Deutschland bei einem Chartervermittler eine Yacht aus, und schließen mit dem Vermittler eine verbindliche Reservierung ab. Sie zahlen die Chartergebühr vor Törnbeginn (meistens ca. 40% bei Buchung, 60% 8 Wochen vor Törnbeginn). Der eigentliche Chartervertrag wird direkt am Yachthafen vor Törnbeginn unterschrieben.

Ein guter Chartervermittler wird Ihnen unaufgefordert ein Blanko-Exemplar des bei Törnbeginn zu unterschreibenden Chartervertrages zuschicken. Der kann oft auf Englisch verfasst sein. Sie können sich diesen in Ruhe durchlesen - ändern können Sie ihn sowieso nicht, wie bei der Autovermietung. Und dort lesen Sie ihn auch nicht und mieten trotzdem.

Bei Törnbeginn unterschreiben Sie also den Chartervertrag, hinterlegen eine Kaution (dazu später mehr), und nehmen die Yacht ab (auch dazu mehr). Dann geht’s los. Bei Rückgabe wird aufgetankt, evtl. das Schiff sauber gemacht, und dann nimmt der Flottenbetreiber oder Eigner das Schiff wieder ab. Das ist ganz einfach.

Zur Kaution: Wie bei einer Autovermietung sind Sie als Charternehmer versichert - aber die ersten „X“ Euro Schaden müssen Sie schon selber zahlen. Das ist gleichzeitig Ihr finanzielles Risiko. Sie hinterlegen einen Betrag in Höhe dieser Selbstbeteiligung bei dem Vercharterer vor Ort als Kaution.

Die Höhe der Kaution richtet sich vor allem nach der Schiffsgröße und liegt oft zwischen 1.000 und 2.500 Euro, bei größeren Schiffen auch mal drüber. Das ist ein nicht zu unterschätzendes finanzielles Risiko: ein Unfall und Ihre private Jahres-Finanzplanung ist hinfällig geworden.

Zum Glück kann man etwas dagegen unternehmen: eine Zusatzversicherung (meistens Kautionsversicherung genannt) abschließen (siehe Stichwortkeller). Ich werde zwar dafür bezahlt, im Beruflichen Finanzrisiken abzuwägen und einzugehen, aber will im Urlaub KEIN derartiges Risiko. Deshalb schließe ich grundsätzlich immer solche Versicherungen ab.

Vorwort

Einführung und Allgemeines

Die Planung

Die Durchführung

Für den Skipper

Für den Mitsegler